Freitag, 16. September 2016

Husserl: Die transzendental-phänomenologische Reduktion.

Husserl: Die transzendental-phänomenologische Reduktion.


Husserl geht in der ersten Meditation der CM nicht von Descartes und seiner Problemstellung aus, sondern von der Phänomenologie der Vernunft. Das ist allerdings erst rückschließend in der dritten Mediation zu sehen.
Ist aber die Phänomenologie der Vernunft ein Ausgangspunkt, dann fragt man sich, wie man zu diesem Ausgangspunkt kommt.
Die Antwort ist, dass sich eine solche Phänomenologie der Vernunft bereits im Rahmen der mundanen Phänomenologie entwickeln lässt.

Auszugehen ist von der phänomenologischen Analyse der Idee der Wissenschaft, der Phänomenologie der Vernunft und der Analyse der Evidenz.
Den CM und anderen Schriften folgend, ist der Weg in die transzendental-phänomenologische Reduktion zu erörtern, die sich im Ausgang von der Phänomenologie der Vernunft und der Analyse der Idee der Wissenschaft ergibt.
Dabei ist zu erinnern, dass ein solcher Weg zur Reduktion über das Problem der Evidenz geht, der von Husserl der cartesianische Weg genannt wird.
Nimmt man die Aspekte hinzu, die sich von der Phänomenologie der Vernunft ergeben, könnte man ihn auch den epistemischen Weg nennen.
Husserl verweist wohl auf Descartes als den Vater der neuzeitlichen Philosophie, es zeigt sich aber schnell, dass sein Vorgehen im Grunde genommen mit der Problemstellung und der Methode der Meditationen des Descartes kaum etwas gemeinsam hat.
Nach Husserl gibt es auch andere Wege zur transzendental-phänomenologischen Reduktion.
Er unterscheidet zwischen dem cartesischen Weg, dem Weg über die Psychologie, dem Weg über die Lebenswelt und dem Weg über die Geisteswissenschaften
Geht man explizit von der vorgegebenen Phänomenologie der Vernunft aus, dann ergibt sich der Weg zur transzendental-phänomenologischen Reduktion mit der Frage, wie den Phänomenologie in sich und für sich zur ersten Philosophie werden kann.
Sie kann es nur, wenn sie für sich selbst eine absolute Evidenz aufweisen kann.
Sie muss die Evidenz eines unmittelbaren Urteils sein, das selbst keinen anderen Grund mehr haben kann. Diese Evidenz muss also eine ‚Unausdenkbarkeit des Andersseins‘ des in ihr erfassten Sachverhalts in sich tragen und sie muss immer wieder originär als dieselbe sein.
Husserl nennt eine solche Evidenz ‚apodiktische Evidenz‘. Da es sich um die Evidenz eines im angegebenen Sinne absolut unmittelbaren handelt, muss sie nicht in der Richtung dessen, was sie begründen kann, adäquat sein.
Man kann sogar von der Frage, ob eine solche Evidenz zureichend ist, alle anderen Urteilsvermeinungen zu gründen und die Frage nach dem, wie sie das tut, beiseitelassen.
Die erste Frage, die sich zunächst stellt, ist, ob man phänomenologisch eine solche Evidenz oder mehrere solcher Evidenzen aufweisen, deskriptiv erfassen und explizieren kann.
Das ist die Frage, die in die transzendental-phänomenologische Reduktion auf dem epistemischen Wege führt.

Die Evidenz der Existenz der Welt ist eine Evidenz, die in einer näher zu bestimmenden Weise allen anderen Evidenzen, die sich auf Gegenstände beziehen, zugrunde liegt.
Es handelt sich hier nicht um die Welt als Welt an sich der Wissenschaft. Wie die Welt an sich beschaffen ist, die als Welt der Wissenschaft hinter unserer Lebenswelt liegt und die diese Lebenswelt erklären soll, darüber gibt es in der Entwicklung der Wissenschaft wechselnde Antworten.
Betrachtet man die Welt an sich als das, was sie in einer Idealisierung, die sie nicht als sie selbst gibt, aufgefasst wird, so ist sie eine Welt, in der alle Urteile entweder wahr oder falsch, tertium non datur, werden.
Auch sie muss aber zunächst einmal einfach existieren und die Annahme ihrer Existenz ergibt sich aus der Evidenz der Existenz der Welt, so wie sie in natürlicher Einstellung zunächst einmal gegeben ist.
Diese Welt aber ist die Lebenswelt. Nur unter dieser Vorgabe kann die Wissenschaft hinter ihr die Welt an sich konstruieren.

Die Existenz der Welt ist in einer sehr ‚hartnäckigen‘ Evidenz gegeben. Es ist schwierig, sie zu bezweifeln, wenn man einmal ins Auge fasst, was ‚bezweifeln‘ sinnvollerweise bedeuten kann.
Es handelt sich hier nicht um die Zweifel und Unsicherheiten, die wir hinsichtlich der Existenz oder Nicht-Existenz von Gegenständen haben, die konkret in der Erfahrung dieser Gegenstände gegeben sind.
Ein Zweifel hinsichtlich bestimmter Gegenstände liegt in der Denkbarkeit der Möglichkeit ihrer Nicht-Existenz.
Bezogen auf Gegenstände ist es möglich, diesen Zweifel, der sinnvoll nur für die Prüfung der Frage ist, ob eine apodiktische Evidenz vorliegt oder nicht und sonst keine sinnvolle Funktion hat, zu vollziehen.
Dabei zeigt sich, dass man sich die Nichtexistenz eines oder vieler Gegenstände denken kann, was aber im Hintergrund bleibt, ist die Existenz der Welt, die an der Stelle der weggedachten Gegenstände dann keine hat, leer ist oder andere haben wird.
Die Existenz der Welt ist, wie Husserl sagt, von ‚präsumptiver Apodiktizität‘. Es gibt kein rationales Motiv, an ihr zu zweifeln. Sie ist eine an sich erste Evidenz, die alle anderen trägt. Wer an ihr zweifelt, ist einfach verrückt.
Diesem ‚verrückt‘ kann ein besonderer Sinn zugeordnet werden, der später zu erörtern ist. Trotzdem kann gezeigt werden, dass die Welt nicht schlechthin apodiktisch gegeben ist. Für diesen Zweck kann von einem Versuch ausgegangen werden, an ihr zu zweifeln, der allerdings so, wie er in der Tradition durchgeführt wird, nicht zum Ziel führt, obwohl sich Husserl in den CM auch auf diesen Versuch bezieht, denn sein Versuch setzt seine eigene Phänomenologie der Vernunft voraus.

Seit Descartes ist der Gedanke, dass ich in allen meinen Erfahrungen realer Gegenstände und der Welt realer Gegenstände einschließlich auch der anderen Menschen, die ich erfahre, bloß träume.
Eine solche Annahme kann systematisch weiterentwickelt werden. Was sich entwickelt ist die These, dass wir über keine Erfahrungen von Gegenständen jenseits unserer Sinneseindrücke und der durch sie vermittelten Erfahrung haben.
Das Resultat sind die traditionellen subjektiv idealistischen Systeme.
Descartes hatte mit seinem Gedanken nur die Möglichkeit eines Zweifels an der Existenz der Außenwelt andeuten wollen.
Hier ist eine Möglichkeit angegeben, die präsumptive Apodiktizität, in der die Welt gegeben ist, aufzuheben.

Die Frage ist, was bedeutet eigentlich zunächst einmal die Aussage ‚ich habe geträumt‘ oder ‚ich habe halluziniert‘?
Zunächst ist deskriptiv festzustellen, dass in der Traumwellt eine Regelstruktur der Erwartungen, wie sie in der erlebten realen Welt gegeben ist, nicht mit derselben Strenge gegeben ist.
Die Behauptung ‚Die Welt ist ein Traum‘ setzt voraus, dass es sich um einen sehr konsistenten Traum handelt. Die Annahme, dass es solche Träume gibt, ist möglich, aber Träume dieser Art sind selten.
Weiter ist festzuhalten, dass man in einem Traum die Feststellung, dass man träumt, gewöhnlich nicht macht und schon recht nicht bei einer Halluzination.
Die Feststellung wird nachher getroffen ‚das habe ich bloß geträumt‘, d. h. etwas als einen Traum festzustellen, ist eine Feststellung im Erleben der realen Welt.
Der Traum wird als Traum festgestellt, weil die Regelstruktur der realen Welt als vor dem Traum gegeben und nach dem Traum wiedergegeben erlebt wird.
Selbst wenn im Traum der ‚kritische‘ Gedanke kommt, ‚das ist wohl ein Traum‘, setzt dieser Gedanke voraus, dass man in die konsistente Regelstruktur, in der der Traum eindeutig als Traum identifiziert wird, zurückkehren kann.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass etwas als Traum nur mit dem Hintergrund der Gegebenheit der Welt erfasst werden kann.
Fehlt dieser Hintergrund, wird der geträumte Inhalt als Realität erlebt und nicht als Traum identifiziert.
Der Gedanke ‚Die Welt ist möglicherweise ein Traum‘, ist wörtlich genommen widersinnig, obwohl das hinter dem Gedanken liegende eigentliche Problem von ihm ausgehend expliziert werden kann.
Der wahre Kern, der hinter ihm liegt, ist, dass die konsistente Erwartungsstruktur, in der die Welt gegeben ist, eine Voraussetzung ist, die zur Gegebenheit der Welt gehört. Sie ist aber nicht vollständig gegeben.
Vollständig gegeben ist sie in adäquater Evidenz nur als Idee.
Anders gewendet ‚Das Korrelat des wahren Seins der Welt, die ich jetzt erscheinungsmäßig wahrnehme, ist die nie abbrechende und in aller Zukunft verbleibende harmonische Struktur meines Wahrnehmungsverlaufs. Sie kann aber intermittierend durchaus als konstante Struktur verschwinden. Dafür sind Traumphänomene und verwandte Phänomene gute Zeugnisse.
Die konstante Struktur des Regelsystems der Erwartungen kann sich also einerseits auflösen, andererseits ist sie als Erwartung mögliche enttäuschte Erwartung, womit ich zu der Feststellung komme ‚Das kann wohl nicht wahr sein‘, ‚ich glaube, ich träume‘.
Löst sie sich auf, dann kann ich in einen Zustand geraten, in dem ich Traum vom Wachen nicht mehr unterscheiden kann.

Was bedeutet das für die Gegebenheit der Welt? Die Welt ist zwar notwendig im Außenhorizont jedes Gegenstandes gegeben, soweit er in originärer Evidenz gegeben ist., setzt aber mehr voraus.
Die Gegebenheit der Welt setzt voraus, dass die originäre Gegebenheit von Gegenständen, durch die die Welt gegeben ist, in ihrem Horizont eine sich durchhaltende harmonische Regelstruktur voraussetzt, die Erwartung determiniert, die erfüllt, aber auch nicht erfüllt werden kann.
Die Gegebenheit der Welt setzt insgesamt voraus, dass eine solche universale Regelstruktur gegeben ist.
Das ist eine universale Erwartung einer Regelstruktur. Da es eine Erwartung ist, besteht die Möglichkeit, dass sie universal enttäuscht wird.
Da angesetzte Erwartungsstrukturen in manchen Situationen enttäuscht werden können und in solchen Fällen, wie man sagt, eine Welt untergeht, obwohl das nur immer partiell ist, ist eine solche Möglichkeit einer universalen Enttäuschung von allen Regelstrukturen mitgegeben. Auf sie kommt es an.
Die Welt kann ich wieder in ein Chaos auflösen, in dem nichts Bestand hat. Hat aber nichts Bestand, dann versinkt auch die Welt nicht in das Nichts, sondern ins Chaos, da sie nur in der an originäre Gegebenheit von Gegenständen mit Regelstrukturen der Erwartung gegeben ist.
Es gibt auch Individuen, die an bestimmten Geisteskrankheiten leiden, deren Symptome die Annahme rechtfertigt, dass sich solche Regelstrukturen im Bewusstsein solcher Patienten weitgehend oder ganz aufgelöst haben.
Worauf es ankommt, ist die Möglichkeit einer gedachten völligen Auflösung, die als ein in indefinitum fortgesetzter Prozess der bereits in alltäglicher Erfahrung zu findenden Aufhebung von Regelstrukturen wesensnotwendig zur Gegebenheit der Welt gehört.
Diese Möglichkeit verbietet es, die Evidenz der Gegebenheit der Welt als schlechthin apodiktische Evidenz zu bezeichnen.
Solange Regelmäßigkeiten bestimmter Erwartungsstrukturen, gegeben sind, ist die Welt in ‚apodiktischer Präsumption‘ gegeben.
Es liegt im Wesen der Weltgegebenheit, dass es bei einer Präsumption bleiben wird. Die Welt ist somit nicht in einer originär apodiktischen Evidenz unmittelbar gegeben.
Weil die Welt in apodiktischer Präsumption gegeben ist, ist es völlig sinnlos, sie zu negieren. Es ist auch sinnlos, ihre Existenz zu bezweifeln. Die Rede von solchem Zweifel ist ein rein verbaler Akt der Prädikation, der nicht in irgendwelchen vorprädikativen Evidenzen gegründet ist.
Es gilt aber auch, dass eine nur präsumptive Apodiktizität keineswegs die absolute Evidenz sein kann, in der der letzte Grund einer ersten Philosophie gegeben sein muss.

Eine Möglichkeit, erste Philosophie und Phänomenologie als erste Philosophie zu begründen, verweist das Paradoxon der Subjektivität als eine bereits in mundaner Phänomenologie a priorisch gegebene Bewusstseinsstruktur.
Husserl hat sie in der Krisis, § 53, als Ausgangspunkt für die transzendental-phänomenologische Reduktion expliziert.
Das Paradoxon verweist auf eine Ambiguität in der Struktur der Selbstgegebenheit des Bewusstseins.
Fragen wir nach der Existenz, nach unserem Sein, dann ist die nächstliegende und allgemeinste Antwort: ‚Ich bin in der Welt‘.
Nur in der Welt kann ein Subjekt, ein Dasein, existieren.
Die Gegebenheit der eigenen Existenz ist im Rahmen der präsumptiven Apodiktizität der Gegebenheit der Welt gegeben.
Jede Reflexion zeigt, und das ist die Wurzel der Plausibilität aller Spielarten des Idealismus, dass die Welt für mich nur ist, sofern sie mir gegeben ist. Anders ausgedrückt: Die Welt ist für mich nur als das universale Korrelat meines Bewusstseins zu betrachten.
Es liegt nun auf der Hand, dass die phänomenologische Einstellung, in der grundsätzlich nach de ‚wie der Gegebenheit von Gegenständen‘ fragt, sich auf diese Seite des Paradoxons schlagen muss, wenn sie nach einer apodiktischen Evidenz der Gegebenheitsweise der Welt fragt.
Die Gegebenheit der Welt aller Gegenstandstypen, auch er idealen Gegenstände und in der Gegebenheit der Welt fundiert ist, radikalisiert auch die phänomenologische Reduktion.
Mit der Radikalisierung der Reduktion durch die Frage nach der Gegebenheitsweise der Welt, die untrennbar mit der Option für die subjektive Seite des Paradoxons verbunden ist und die auch die apodiktische Evidenz des gegebenen Seins der Welt einklammert, enthält sich des Interesses am Sein der Gegenstände und der Welt. Ein solches sich enthalten, bezeichnet Husserl mit dem griechischen Term ‚epoche‘ und spricht von der phänomenologischen Epoche.

Das wäre der erste Schritt zur transzendental-phänomenologischen Reduktion, der für sich noch keine epistemische Rechtfertigung hat, da die bloße Option für die eine Seite des Paradoxons nicht gerechtfertigt ist. Eine solche Rechtfertigung ergibt sich nur, wenn aufgewiesen werden kann, dass auf dieser Seite des Paradoxons eine apodiktische Evidenz zu finden ist.
Apodiktische Evidenz war als die Unausdenkbarkeit des Nichtgegebenseins des Phänomens definiert.
Eine solche Undausdenkbarkeit der Nichtgegebenheit des Bewusstseins nennt Husserl ‚transzendentales Ego‘, wobei es sich nicht um das Ich als substantia cogitans im Sinne Descartes handelt, sondern um das konkrete Ich.
Nur im Rahmen dieses Husserlschen Ichbegriffes kann die phänomenologische Grundfrage nach dem ‚Wie der Gegebenheit‘ von Welt und Gegenständen in der Welt sinnvoll gestellt werden.

Unausdenkbarkeit des Nichtgegebenseins kann nun dadurch näher charakterisiert werden, dass jeder Zweifel an der Gegebenheit, jede kritische Reflexion, die Gegebenheit selbst wieder unmittelbar in originärer Evidenz zur Geltung bringt.
Jeder Zweifel an der Gegebenheit des Bewusstseins für sich, jede kritische Reflexion, hebt es auf, weil der Akt der kritischen Reflexion selbst ein Akt des Bewusstseins ist. Das Bewusstsein ist in der Gegenwartsphase in Akten der Reflexion gegeben. Es ist zunächst eine Apodiktizität der Gegebenheit von Existenz.
Phänomenologie als eidetische Phänomenologie ist nicht an der Gegebenheitsweise der bloßen Existenz des Bewusstseinslebens interessiert, sondern an Bewusstseinsstrukturen, die am Leitfaden von der Gegebenheit von Gegenstandstypen, nichtexistierenden Gegenständen, in eidetischer Intuition zu beschreiben sind.
Es fragt sich nun, ob Bewusstseinsstrukturen, die in apodiktischer Evidenz gegeben sind, in der Selbsterfahrung des Bewusstseins, das einen apodiktischen Kern der Selbstgegebenheit hat, gefunden werden können.
Die erste Struktur, die diese Eigenschaft hat, ist die temporale Struktur der immanenten Zeit. Eine kritische Reflexion auf diese Struktur ist nämlich nur möglich, weil das Bewusstsein diese Struktur hat.
Reflexion setzt Temporalität, abgeflossene Gehalte, auf die sich Reflexion richten kann, voraus.

Bei den apodiktisch gegebenen Strukturen handelt es sich um allgemeine Strukturen des eidos ego und zwar genau die, welche die Region ‚reines Bewusstsein‘ definieren. Es fragt sich, ob es noch weitere solcher Strukturen gibt.

In einer Phänomenologie als erster Philosophie wird der weitere Gehalt, die weitere Begründung des mittelbar Gewussten und Geurteilten, nicht in einer ableitbaren Methode erschlossen wie bei Descartes oder Fichte.
In einer solchen Idee der traditionellen ersten Philosophie, wird behauptet, dass durch die Ableitung oder Deduktion das abgeleitete Wissen ebenso apodiktisch ist, wie die apodiktisch erste Evidenz, von der ausgegangen wird.
In der Phänomenologie, die dieser Idee einer ersten Philosophie nicht folgt, sondern durch eine wesentlich bescheidenere ersetzt, gilt das nicht.
Die durch die Phänomenologie aufgewiesenen apodiktischen Strukturen haben die Funktion, weitere Beschreibungen von eingebetteten Strukturen des Bewusstseins in einen methodischen Rahmen vorzuzeichnen.
Diese Deskriptionen sind revidierbar, kritisierbar und diskutierbar.
Die apodiktischen Evidenzen, die in der Phänomenologie aufweisbar sind, beseitigen den sublimen Psychologismus der mundanen Phänomenologie und deskriptiven Psychologie.


Veröffentlicht von Lilith Dan 

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